-

·
Gipskristallhöhle in Naica: elf Meter lange Gips-Riesen
11,40 Meter lang, rund fünf Kubikmeter dick, geschätzte zwölf Tonnen schwer – das ist der Rekordbalken aus der Gipskristallhöhle in Naica und damit der größte natürliche Kristall, der je auf der Erde vermessen wurde. Gewachsen ist er 300 Meter unter der Wüste von Chihuahua, in fast siedend heißem Wasser, über mindestens eine halbe Million Jahre.…
-

·
Antikythera-Mechanismus: der älteste Computer der Welt
Ein grün korrodierter Bronzeklumpen im Nationalen Archäologischen Museum in Athen ist die älteste bekannte Rechenmaschine der Menschheit: Der Antikythera-Mechanismus, gebaut im 2. oder 1. Jahrhundert vor Christus, berechnete mit Dutzenden ineinandergreifenden Zahnrädern die Positionen von Sonne und Mond, kündigte Finsternisse Jahrzehnte im Voraus an und zeigte, wann die nächsten panhellenischen Spiele anstanden. Man drehte an…
-

·
Nazca-Linien in Peru: Wer scharrte die Riesenbilder in die Wüste?
Menschen haben sie gescharrt, keine Astronauten: Die Nazca-Linien in Peru gehen auf die Paracas- und die Nazca-Kultur zurück, angelegt zwischen etwa 800 v. Chr. und 600 n. Chr. — gut tausend Jahre vor den Inka. Gebaut wurde dabei nichts, nur abgeräumt: dunkler Wüstenkies zur Seite, heller Untergrund darunter frei. Ungeklärt bleibt das Wozu. Und die…
-

·
Skelettsee Roopkund: Das ungelöste Rätsel im Himalaya
Mehrere Hundert menschliche Knochen liegen an einem Gletschersee auf 5.020 Metern Höhe – und die Toten gehören nicht zusammen. Der Skelettsee Roopkund im indischen Himalaya hat seine Skelette über rund 1.000 Jahre hinweg gesammelt, in mindestens zwei völlig getrennten Ereignissen. Das zeigte 2019 eine genomweite DNA-Analyse von 38 Skeletten. Besonders verstörend: 14 der Toten stammten…
-

·
Das Voynich-Manuskript: Das Buch, das niemand entziffern kann
240 Pergamentseiten voller Pflanzen, die es nicht gibt, nackter Frauen in grünen Becken und einer fließenden Schrift, die kein Mensch der Welt lesen kann: Das Voynich-Manuskript widersteht seit über hundert Jahren jedem Entzifferungsversuch. Selbst die besten Codeknacker der US-Geheimdienste sind daran gescheitert. Bis heute weiß niemand, was darin steht – oder ob es überhaupt einen…
-

·
Warum ist Lake Hillier pink – und gerade nicht?
Warum ist Lake Hillier pink? Weil in dem winzigen Salzsee auf Middle Island vor Westaustralien Mikroorganismen leben, die rote und orange Pigmente bilden, um die extreme Salzlauge zu überleben – allen voran die Alge Dunaliella salina und das Bakterium Salinibacter ruber. Und weil die Geschichte inzwischen eine Wendung hat, die in den meisten Reiseartikeln noch…
-

·
Kochender Fluss im Amazonas: der Shanay-Timpishka mit 99 °C
Ein kochender Fluss im Amazonas klingt nach Reiseflunkerei – bis man die Messwerte danebenlegt: Der Shanay-Timpishka im Osten Perus führt auf 6,3 Kilometern Wasser, das im Mittel rund 86 °C heiß ist. Die heißeste je gemessene Stelle, eine Quelle direkt am Ufer, lag bei 99,1 °C. Der nächste aktive Vulkan ist über 700 Kilometer entfernt.…
-

·
Hessdalen-Lichter erklärt: Norwegens rätselhafte Leuchtkugeln
Über dem Hessdalen-Tal in Mittelnorwegen tauchen seit den 1930er-Jahren leuchtende Kugeln auf – lautlos, mal nur Sekunden lang, mal eine Stunde bewegungslos in der Luft. Die Hessdalen-Lichter erklärt die Forschung heute am ehesten als natürliches Plasma, das im Tal selbst entsteht: geladene Teilchen aus Radon-Zerfall, Staub und eine ungewöhnliche Geologie. Restlos gelöst ist der Fall…
-

·
Blutfälle der Antarktis: Warum aus dem Gletscher rotes Wasser strömt
Tiefrot sickert Wasser aus einer weißen Gletscherwand und gefriert zu rostfarbenen Fahnen: Die Blutfälle der Antarktis sehen aus wie eine offene Wunde im Eis. Dahinter steckt weder eine Alge noch ein Mythos, sondern Eisen. Eine uralte, sauerstofffreie Salzlake wird unter Druck aus dem Taylor-Gletscher gepresst – und rostet in dem Moment, in dem sie die…
-

·
Tor zur Hölle: Brennt der Darvaza-Krater wirklich seit 1971?
In der turkmenischen Wüste Karakum klafft ein rund 70 Meter breites Loch im Boden, aus dem seit Jahrzehnten Feuer schlägt. Das „Tor zur Hölle“ brennt, weil dort ununterbrochen Erdgas aus der Tiefe nachströmt und sich sofort an den bestehenden Flammen entzündet – kein Vulkan, kein Fluch, reine Geologie. Neu ist: Das Feuer erlischt gerade, und…









