BderBehla
  • Sonnenwind und Polarlicht: Wie das Nordlicht entsteht

    Sonnenwind und Polarlicht: Wie das Nordlicht entsteht

    Das Polarlicht ist eingefangener Sonnensturm. Was am Nachthimmel über Tromsø oder Alaska in Grün und Rot tanzt, beginnt rund 150 Millionen Kilometer entfernt: Die Sonne schleudert ununterbrochen geladene Teilchen ins All. Trifft dieser Sonnenwind auf das Magnetfeld der Erde, werden Teilchen zu den Polen gelenkt, prallen dort auf Sauerstoff und Stickstoff in der Hochatmosphäre und…

  • Der Anglerfisch leuchtet – aber nicht mit eigenem Licht

    Der Anglerfisch leuchtet – aber nicht mit eigenem Licht

    Tief unter der letzten Sonnenstrahlung, wo es stockdunkel ist, schwebt ein winziges Licht durchs Wasser – und lockt damit das Abendessen an. Doch der Tiefsee-Anglerfisch erzeugt dieses Leuchten gar nicht selbst. Sein leuchtender Köder über dem Maul, die sogenannte Esca, glüht durch Millionen Leuchtbakterien, die darin wohnen. Der Fisch stellt Schutz und Nährstoffe, die Bakterien…

  • Mauersegler-Flug: 10 Monate ohne eine Landung

    Mauersegler-Flug: 10 Monate ohne eine Landung

    Ein Mauersegler hebt im Spätsommer ab und berührt erst zehn Monate später wieder festen Grund. Dazwischen liegt kein einziger Stopp – kein Ast, kein Dach, kein Boden. Er jagt, schläft, trinkt und paart sich im Flug. Ein besendertes Tier blieb 314 Tage am Stück oben. Das ist der längste ununterbrochene Flug, der je bei einem…

  • Call of the Void: Warum du am Abgrund springen willst

    Call of the Void: Warum du am Abgrund springen willst

    Du stehst auf einer Aussichtsplattform, die Hände am Geländer, der Blick fällt 200 Meter in die Tiefe – und für den Bruchteil einer Sekunde schiebt sich ein Gedanke dazwischen: Was, wenn ich jetzt einfach springe? Du willst gar nicht sterben. Trotzdem ist der Impuls da. Dieses kurze, fremde Ziehen am Abgrund hat einen Namen: Call…

  • Bärtierchen überleben im Vakuum des Weltalls — und das stimmt wirklich

    Bärtierchen überleben im Vakuum des Weltalls — und das stimmt wirklich

    Setz ein Tier ohne Raumanzug, ohne Druck und ohne Sauerstoff für zehn Tage dem offenen Weltraum aus — und hol es lebend zurück. Klingt erfunden? Ist es nicht. 2007 schickte die Europäische Weltraumorganisation rund 3.000 Bärtierchen an die Außenhülle eines Satelliten, öffnete dort die Klappe ins Vakuum, und ein Großteil kam zurück, ließ sich mit…

  • Mammatus-Wolken: Wenn der Himmel Beulen bekommt

    Mammatus-Wolken: Wenn der Himmel Beulen bekommt

    Über dir hängen plötzlich Dutzende prall gefüllte Säcke vom Wolkenhimmel, rund und schwer, als hätte jemand eine riesige Luftpolsterfolie über den Horizont gespannt. Diese Beulen haben einen Namen: Mammatus-Wolken. Und anders als ihr bedrohlicher Anblick vermuten lässt, kündigen sie meist kein Unwetter an, sondern verraten, dass das Schlimmste schon vorbei ist. Stimmt das wirklich? Beutel…

  • Lagrange-Punkte: die stabilen Parkplätze im All

    Lagrange-Punkte: die stabilen Parkplätze im All

    Fünf unsichtbare Punkte im Sonnensystem wirken wie kosmische Parkplätze: Dort hält sich eine Raumsonde fast von allein, weil die Anziehung von Sonne und Erde mit der Fliehkraft genau ins Gleichgewicht kommt. Das James-Webb-Teleskop nutzt einen davon – rund 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Benannt sind diese Punkte nach einem Mathematiker, der sie 1772…

  • Pistolenkrebs: Wie Kavitation eine Schockwelle erzeugt

    Pistolenkrebs: Wie Kavitation eine Schockwelle erzeugt

    Der Pistolenkrebs trifft seine Beute, ohne sie zu berühren. Er schnellt eine vergrößerte Schere so abrupt zu, dass ein Wasserstrahl mit über 25 Metern pro Sekunde herausschießt. In dem Strahl reicht der Druck kurz so weit ab, dass sich eine Dampfblase bildet – Kavitation. Wenn diese Blase Sekundenbruchteile später zusammenfällt, entsteht eine Schockwelle, die kleine…

  • Axolotl-Regeneration: Wie ganze Gliedmaßen nachwachsen

    Axolotl-Regeneration: Wie ganze Gliedmaßen nachwachsen

    Trennt man einem Axolotl ein Bein ab, wächst es komplett nach – mit Knochen, Muskeln, Nerven, Blutgefäßen und Haut, in der richtigen Reihenfolge und ohne eine einzige Narbe. Der mexikanische Schwanzlurch baut das verlorene Glied nicht einfach zu, er stellt es originalgetreu wieder her. Genau das macht ihn zum wichtigsten Modelltier der Regenerationsforschung. Stimmt das…

  • Oktopus: drei Herzen – und eins setzt beim Schwimmen aus

    Oktopus: drei Herzen – und eins setzt beim Schwimmen aus

    Ein Oktopus hat tatsächlich drei Herzen. Zwei davon – die Kiemenherzen – pumpen Blut durch die Kiemen, damit es dort Sauerstoff aufnimmt. Das dritte, das große Hauptherz, schickt dieses sauerstoffreiche Blut anschließend durch den ganzen Körper. Drei Pumpen für ein Tier, das die meiste Zeit gemütlich über den Meeresboden krabbelt – und genau darin steckt…