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Klimaanlage im Termitenhügel: konstant 30 Grad ohne Strom
Im Kern eines großen Termitenhügels bleibt es rund um die Uhr bei etwa 30 Grad — auch dann, wenn draußen nachts unter 10 und mittags über 40 Grad gemessen werden. Die Klimaanlage im Termitenhügel kommt dabei ohne ein einziges Watt aus: Sie steckt vollständig in der Form des Baus. Ein Netz aus feinen Kanälen, ein…
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Das Sargassosee-Rätsel: Warum niemand je Aale laichen sah
Aale laichen genau einmal im Leben — im offenen Atlantik zwischen Bermuda und den Bahamas, im Sargassosee, vermutlich zwischen Dezember und Mai. Zugesehen hat dabei noch nie jemand. Kein Ei, kein laichendes Paar, keine einzige Aufnahme: Nach über hundert Jahren Forschung ruht der berühmteste Geburtsort der Meeresbiologie ausschließlich auf Indizien. Wann und wo Aale laichen…
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Der Waldfrosch friert ein: 193 Tage Eisblock – und lebt weiter
Zwei Drittel des Körperwassers werden zu Eis, das Herz steht still, im Gehirn ist keine Aktivität mehr messbar: Der Waldfrosch friert ein und liegt dann monatelang steif unter der Laubstreu, biologisch kaum von einem toten Tier zu unterscheiden. In Alaska blieben freilebende Tiere im Schnitt 193 Tage am Stück gefroren, bei Temperaturen bis −18,1 °C…
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Seepferdchen-Geburt: Warum hier das Männchen schwanger wird
Bis zu 2.000 fertige Mini-Seepferdchen schießen bei einer einzigen Geburt aus dem Bauch des Vaters, und das ist keine Metapher: Die männliche Schwangerschaft bei Seepferdchen ist eine echte Trächtigkeit. Das Weibchen legt seine Eier in den Brutbeutel am Bauch des Männchens, dort werden sie befruchtet, mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und je nach Art nach…
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Portugiesische Galeere: kein Tier, sondern eine Kolonie
Sie sieht aus wie eine Qualle, sie nesselt wie eine Qualle – und ist trotzdem keine: Die Portugiesische Galeere ist kein einzelnes Tier, sondern eine schwimmende Kolonie aus tausenden winzigen Einzelwesen. Jedes davon erledigt genau eine Aufgabe, keines könnte allein überleben. Ein Gehirn oder ein Steuerzentrum gibt es nicht. Und seit einer Genom-Studie von 2025…
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Wanderfalke im Sturzflug: 389 km/h – warum er das schnellste Tier der Welt ist
389,46 km/h – das ist die höchste Geschwindigkeit, die jemals direkt an einem lebenden Tier gemessen wurde. Erreicht hat sie ein Wanderfalke im Sturzflug, 1999, mit einem Messchip an den Schwanzfedern. Im normalen Ruderflug ist derselbe Vogel mit 64 bis 88 km/h unterwegs. Sein Extremtempo entsteht also nicht durch Muskelkraft, sondern erst dann, wenn er…
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Elysia chlorotica: die Meeresschnecke, die Photosynthese betreibt
Zwei bis drei Zentimeter lang, sattgrün und geformt wie ein Blatt mit gewelltem Rand: Elysia chlorotica frisst Fadenalgen, behält deren Chloroplasten lebendig im eigenen Gewebe und betreibt damit Photosynthese wie eine Pflanze. Die geklauten Sonnenkraftwerke arbeiten bis zu neun, in Einzelfällen zehn Monate weiter — ungefähr so lange, wie die Schnecke überhaupt lebt. Fachleute nennen…
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Lorenzinische Ampullen: der elektrische Sinn der Haie
Lorenzinische Ampullen sind die Elektro-Sensoren in der Haut von Haien und Rochen: hunderte gallertgefüllte Poren rund um Schnauze und Kopf, die Spannungen von wenigen Milliardstel Volt registrieren. Deshalb findet ein Hai einen im Sand vergrabenen Plattfisch, den er weder sieht noch riecht – allein am schwachen elektrischen Feld seines schlagenden Herzens. Jede Muskelzuckung der Beute…
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Walgesang der Buckelwale: So weit tragen die Lieder wirklich
Zwischen rund 18 und 50 Kilometern – so weit lässt sich ein singender Buckelwal-Bulle nach den bisher besten Messungen zuverlässig orten. Der Walgesang der Buckelwale reist damit weiter, als jeder Ruf an Land je käme, aber die oft zitierten „tausende Kilometer“ gehören einer anderen Liga: den 20-Hertz-Rufen von Finn- und Blauwalen. Was die Buckelwale dafür…









