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Singende Dünen: Warum ganze Sandberge brummen
Steht man an der richtigen Düne und rutscht ein Stück Sand den Hang hinunter, beginnt der ganze Berg zu dröhnen – ein tiefes, orgelartiges Brummen, das minutenlang anhält und kilometerweit trägt. Singende Dünen entstehen, wenn trockene, gleichförmige Sandkörner bei einer Lawine gemeinsam ins Rutschen kommen und ihre winzigen Stöße sich zu einem einzigen tiefen Ton…
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Feuertornado: Wie aus einem Waldbrand ein Feuerwirbel wird
Ein Feuertornado entsteht, wenn die Hitze eines Großbrands eine so kräftige Aufwindsäule erzeugt, dass sie vorhandene Drehbewegungen der Umgebungsluft einsammelt und zu einer einzigen rotierenden Flammensäule bündelt. Von unten strömt ständig frische Luft nach, die Drehung zieht sich zur Mitte hin zusammen und wird dabei immer schneller — aus einer Feuerfront wird ein eigenständiger Wirbel,…
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Büßerschnee in den Anden: Warum Eiszacken zur Sonne wachsen
Bis zu sechs Meter hohe Eisklingen, dicht an dicht, alle mit der Spitze zur Mittagssonne gekippt: Büßerschnee in den Anden entsteht nicht durch Wind, sondern durch ein Wechselspiel aus Sublimation an den Spitzen und Schmelze in den Mulden dazwischen. Wo die Höhenluft extrem trocken ist, frisst die Sonne Rinnen in die Schneedecke und lässt die…
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Leuchtende Nachtwolken: silbrige Schleier in 83 km Höhe
Die höchsten Wolken der Welt schweben rund 83 Kilometer über deinem Kopf — mehr als achtmal so hoch wie ein Passagierjet fliegt. An klaren Sommernächten, lange nach Sonnenuntergang, ziehen sie als silbrig-blaue Schleier über den Nordhimmel und leuchten, während unten längst alles dunkel ist. Man nennt sie leuchtende Nachtwolken. Sie bestehen aus winzigen Eiskristallen an…
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Mondregenbogen: Der Regenbogen, der nachts erscheint
Ein Regenbogen mitten in der Nacht klingt wie ein Fehler in der Natur – und ist doch echt. Ein Mondregenbogen, englisch moonbow, entsteht nach genau demselben Rezept wie sein Zwilling am Tag: nur fällt hier Mondlicht statt Sonnenlicht durch fallende Wassertropfen. Weil der Vollmond rund 470.000-mal schwächer leuchtet als die Sonne, sieht das Auge meist…
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Blaues Meeresleuchten: Warum Wellen nachts glühen
Ein Schritt ins flache Wasser, und der Fußabdruck blitzt blau nach: Blaues Meeresleuchten kommt nicht aus dem Wasser, sondern aus Milliarden einzelliger Algen darin. Diese Dinoflagellaten feuern bei Berührung einen chemischen Lichtblitz ab — rund ein Zehntel Sekunde kurz, bei etwa 470 Nanometern Wellenlänge, also mitten im Blauen. Ruhiges Wasser bleibt schwarz, nur bewegte Stellen…
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Haareis: Wie ein Pilz seidige Eishaare wachsen lässt
Auf einem morschen Ast im Winterwald sitzt ein Büschel schneeweißer Fäden, fein wie gesponnener Zucker. Das ist Haareis – und es wächst nur, wenn ein bestimmter Pilz im toten Holz mitarbeitet. Ohne ihn bildet dasselbe Wasser bloß eine formlose Eiskruste. Der Pilz dagegen formt die Wassereisfäden zu seidigen Haaren von kaum einem hundertstel Millimeter Dicke,…
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Was ist ein Elmsfeuer? Warum Masten und Bergspitzen blau glühen
Was ist ein Elmsfeuer? Das blauviolette Glimmen, das kurz vor einem Gewitter an Mastspitzen, Kirchturmkreuzen, Antennen oder am Eispickel eines Bergsteigers klebt und dabei leise zischt. Kein Feuer, keine Flamme, kein Spuk – sondern eine Koronaentladung: Luft, die im starken elektrischen Feld ionisiert und als kaltes Plasma zu leuchten beginnt. Wer das Leuchten sieht, steht…
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Morning-Glory-Wolke: Australiens rollende Wolkenwalze
Über dem Golf von Carpentaria im Norden Australiens schiebt sich an manchen Frühlingsmorgen ein Gebilde über den Himmel, das aussieht wie eine bis zu 1.000 Kilometer lange, rollende Walze aus Wolke. Ihr Name: Morning Glory. Sie entsteht durch eine Welle in den unteren Luftschichten – einen sogenannten Schwerewellen-Bore – und ist der einzige Wolkentyp der…
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Feenkreise in Namibia: Was steckt wirklich dahinter?
Die Feenkreise in Namibia gehen nach heutigem Forschungsstand nicht auf Termiten zurück, sondern auf die Gräser selbst: Sie ordnen sich im Wettlauf um das knappe Wasser zu einem gleichmäßigen Raster. Eine Übersichtsstudie von 2025 nennt diese Selbstorganisation die einzige Erklärung, die zu allen Feldbefunden passt. Erledigt ist der Streit damit nicht – in vielen Kreisen…









