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Das Magazin

Alle „Wusstest du?"-Artikel — neueste zuerst.

  • Warum hört man in einer Muschel das Meer rauschen?

    Warum hört man in einer Muschel das Meer rauschen?

    Das Meer, das du in einer Muschel hörst, ist gar nicht das Meer — es sind die Geräusche um dich herum. Der gewölbte Hohlraum der Muschel fängt den ständigen Umgebungslärm ein, wirft ihn an den harten Innenwänden hin und her und hebt dabei bestimmte Tonhöhen hervor. Übrig bleibt ein gleichmäßiges Rauschen, das unser Ohr sofort…

  • Schlafparalyse beim Aufwachen: Warum der Körper blockiert

    Schlafparalyse beim Aufwachen: Warum der Körper blockiert

    Rund acht von hundert Menschen erleben es mindestens einmal im Leben: Der Kopf ist wach, die Gedanken sind klar, vielleicht hört man sogar den Wecker – aber kein Muskel gehorcht. Eine Schlafparalyse beim Aufwachen ist genau dieser Zwischenzustand: Das Bewusstsein ist schon online, während die Muskellähmung des Traumschlafs noch weiterläuft. Sie dauert Sekunden bis höchstens…

  • Blausteine von Stonehenge: Wie kamen die Tonnen-Blöcke dorthin?

    Blausteine von Stonehenge: Wie kamen die Tonnen-Blöcke dorthin?

    Rund 42 kleinere Steine stehen im Innersten des Monuments – und keiner davon gehört geologisch dorthin. Die Blausteine von Stonehenge stammen aus den Preseli-Hügeln in Pembrokeshire, Wales, gut 230 Kilometer entfernt. Jeder Block wiegt zwei bis vier Tonnen. Menschen der Jungsteinzeit haben sie ohne Rad, ohne Metallwerkzeug und ohne Zugtiere quer über die Insel bewegt.…

  • Das Sargassosee-Rätsel: Warum niemand je Aale laichen sah

    Das Sargassosee-Rätsel: Warum niemand je Aale laichen sah

    Aale laichen genau einmal im Leben — im offenen Atlantik zwischen Bermuda und den Bahamas, im Sargassosee, vermutlich zwischen Dezember und Mai. Zugesehen hat dabei noch nie jemand. Kein Ei, kein laichendes Paar, keine einzige Aufnahme: Nach über hundert Jahren Forschung ruht der berühmteste Geburtsort der Meeresbiologie ausschließlich auf Indizien. Wann und wo Aale laichen…

  • Der Waldfrosch friert ein: 193 Tage Eisblock – und lebt weiter

    Der Waldfrosch friert ein: 193 Tage Eisblock – und lebt weiter

    Zwei Drittel des Körperwassers werden zu Eis, das Herz steht still, im Gehirn ist keine Aktivität mehr messbar: Der Waldfrosch friert ein und liegt dann monatelang steif unter der Laubstreu, biologisch kaum von einem toten Tier zu unterscheiden. In Alaska blieben freilebende Tiere im Schnitt 193 Tage am Stück gefroren, bei Temperaturen bis −18,1 °C…

  • Türschwellen-Effekt: Warum du im Türrahmen vergisst, was du wolltest

    Türschwellen-Effekt: Warum du im Türrahmen vergisst, was du wolltest

    Die Antwort der Gedächtnisforschung ist unromantisch: Schuld ist der Türschwellen-Effekt. Dein Gehirn wertet eine Tür als Kapitelende, legt die Absicht aus dem alten Raum als abgeschlossene Episode ab – und schon ist sie aus dem schnellen Zugriff verschwunden. Entscheidend ist die Schwelle, nicht der Weg: Dieselbe Strecke innerhalb eines Zimmers kostet dich nichts. Wie stark…

  • Der Kaffeering-Effekt: Warum ein Tropfen einen dunklen Rand hinterlässt

    Der Kaffeering-Effekt: Warum ein Tropfen einen dunklen Rand hinterlässt

    Warum bleibt in der Mitte eines eingetrockneten Kaffeeflecks fast nichts liegen, während außen ein scharfer dunkler Kreis stehen bleibt? Der Kaffeering-Effekt einfach erklärt: Die Außenkante des Tropfens klebt am Untergrund fest, dort verdunstet am meisten Wasser, und aus dem Inneren strömt ununterbrochen Flüssigkeit nach. Dieser Nachschub trägt die winzigen Kaffeepartikel wie ein Förderband an den…

  • Phosphene: Warum du Sternchen beim Augenreiben siehst

    Phosphene: Warum du Sternchen beim Augenreiben siehst

    Drück im Dunkeln einmal ganz sanft auf das geschlossene Lid: Nach ein, zwei Sekunden wandern Ringe, Farbflecken und Zacken durchs Sichtfeld. Sternchen beim Augenreiben sind kein Licht, sondern Druck. Deine Netzhaut wird mechanisch verformt und schickt genau die Signale ans Gehirn, die sonst Photonen auslösen. Fachleute nennen diese Erscheinungen Phosphene – Helligkeit ohne ein einziges…

  • Maillard-Reaktion: Warum Bräunung erst den Geschmack macht

    Maillard-Reaktion: Warum Bräunung erst den Geschmack macht

    Ein rohes Steak riecht nach fast nichts. Leg es in die heiße Pfanne, und nach zwei Minuten steigt genau der Duft auf, für den wir kochen. Verantwortlich ist ein einziger chemischer Vorgang – die Maillard-Reaktion. Sie färbt die Brotkruste braun, macht Kaffee zu Kaffee und verwandelt fades Fleisch in etwas, das nach Röstaroma verlangt. Ohne…

  • Blasen im Guinness: Warum sie nach unten sinken

    Blasen im Guinness: Warum sie nach unten sinken

    Die Blasen im Guinness sinken wirklich – am Glasrand rieseln sie sichtbar nach unten, während in der Glasmitte welche aufsteigen. Nach oben wollen sie alle. Nur sind die Stickstoffbläschen im Schnitt gerade einmal 61 Mikrometer groß, ihr Auftrieb ist entsprechend mickrig, und die Flüssigkeit am Rand strömt schneller abwärts, als die Bläschen hochkommen. Den Ausschlag…