-

·
Warum Sonne und Mond gleich groß wirken – der Zufall hinter jeder Sonnenfinsternis
Die Sonne hat den rund 400-fachen Durchmesser des Mondes – und steht zufällig auch rund 400-mal weiter von uns entfernt. Am Himmel kürzen sich diese beiden Zahlen gegeneinander weg: Deshalb wirken Sonne und Mond gleich groß, beide etwa ein halbes Grad breit. Genau daraus entsteht die totale Sonnenfinsternis, bei der die Mondscheibe die Sonne millimetergenau…
-

·
Wie riecht der Weltraum? Astronauten berichten von verbranntem Metall
Der Weltraum riecht — obwohl dort niemand atmen kann. Astronauten, die nach einem Außeneinsatz zurück in ihre Raumstation klettern, berichten seit Jahrzehnten fast wortgleich vom selben Duft: heißes Metall, verbranntes Schießpulver, angebratenes Steak. Wie riecht der Weltraum also wirklich? Wahrnehmen lässt er sich nur an den Anzügen und Werkzeugen, die eben noch im Vakuum geschwebt…
-

·
Olympus Mons: höchster Berg des Sonnensystems
Olympus Mons gilt als höchster Berg des Sonnensystems: Sein Gipfel liegt rund 21,3 Kilometer über dem Mars-Nullniveau, über der westlich angrenzenden Tiefebene Amazonis Planitia sind es sogar bis zu 26 Kilometer. Der Mount Everest kommt auf 8.849 Meter über dem Meeresspiegel. Stündest du oben auf dem Marsvulkan, würdest du von dieser Höhe allerdings nichts bemerken…
-

·
Saturn schwimmt auf Wasser: warum der Ringplanet so leicht ist
0,687 Gramm pro Kubikzentimeter — an dieser einen Zahl hängt einer der bekanntesten Weltraum-Fakten überhaupt. Saturn schwimmt auf Wasser, weil seine mittlere Dichte rund 30 Prozent unter der von flüssigem Wasser (1,0 g/cm³) liegt. Kein anderer Planet im Sonnensystem schafft das: Die Erde ist mit 5,51 g/cm³ achtmal dichter und würde im selben Gedankenexperiment sofort…
-

·
Der Mond stabilisiert die Erdachse – und damit unser Klima
Mars taumelt, die Erde nicht: Über Jahrmillionen kippt die Achse des Nachbarplaneten zwischen fast aufrecht und über 60 Grad, unsere bleibt bei rund 23,4 Grad stehen. Den Unterschied macht ein Trabant. Der Mond stabilisiert die Erdachse, weil seine Schwerkraft unseren Planeten schnell genug kreiseln lässt, um gefährliche Gleichtakte mit den anderen Planeten zu vermeiden –…
-

·
Kosmische Strahlung: Jede Sekunde durchdringt sie dich
Während du diesen Satz liest, rasen Hunderte unsichtbarer Teilchen durch deinen Körper — Überbleibsel von Explosionen, die vor Jahrmillionen in den Tiefen der Milchstraße stattfanden. Kosmische Strahlung trifft dich jede Sekunde: am Boden, im Bett, mitten in der Stadt. Spüren wirst du nichts davon. Messen lässt sie sich trotzdem — präzise, jederzeit und überall. Stimmt…
-

·
Diamantregen auf Neptun: Stimmt das wirklich?
Tief unter der blauen Wolkendecke fällt fester Kohlenstoff nach unten: Der Diamantregen auf Neptun ist keine Metapher, sondern gemessene Physik. Methan zerbricht unter enormem Druck, der freigesetzte Kohlenstoff kristallisiert zu winzigen Diamanten, und die sinken Richtung Kern. Drei Laborexperimente zwischen 2017 und 2024 haben genau diesen Vorgang auf der Erde nachgestellt – das jüngste zeigt:…
-

·
Ein Teelöffel Neutronenstern wiegt Milliarden Tonnen
Füll einen ganz normalen Teelöffel mit Materie aus dem Inneren eines Neutronensterns – und er bringt mehrere Milliarden Tonnen auf die Waage. Das ist kein Schreibfehler und keine Übertreibung fürs Staunen: In so einem Sternrest ist Masse derart eng gepackt, dass ein Volumen von fünf Millilitern ungefähr so viel wiegt wie die gesamte Menschheit, mehrfach…
-

·
Wie entsteht das Polarlicht? Vom Sonnenwind zum Nordlicht
Wie entsteht das Polarlicht? Kurz: Die Sonne bläst ununterbrochen geladene Teilchen ins All. Das Erdmagnetfeld fängt einen Teil davon ein und schleust ihn zu den Polen, wo die Elektronen in 100 bis 300 Kilometern Höhe auf Sauerstoff- und Stickstoffatome prallen und ihnen Energie übertragen. Was danach über Tromsø oder Alaska in Grün und Rot tanzt,…
-

·
Lagrange-Punkte: die stabilen Parkplätze im All
Fünf unsichtbare Punkte im Sonnensystem wirken wie kosmische Parkplätze: Dort hält sich eine Raumsonde fast von allein, weil die Anziehung von Sonne und Erde mit der Fliehkraft genau ins Gleichgewicht kommt. Das James-Webb-Teleskop nutzt einen davon – rund 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Benannt sind diese Punkte nach einem Mathematiker, der sie 1772…









