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Warum ist Schnee weiß, obwohl Eis durchsichtig ist?
Schnee ist weiß, weil er aus Millionen winziger Eiskristalle besteht – und jeder einzelne davon ist eigentlich glasklar. In der lockeren Schneedecke trifft das Licht auf unzählige Grenzflächen zwischen Eis und Luft, wird an jeder ein Stück reflektiert und in alle Richtungen gestreut. Alle Farben werden dabei gleich stark zurückgeworfen. Genau diese Mischung nimmt dein…
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Kawah Ijen: Blaues Feuer und der saurste See der Welt
Das blaue Feuer am Kawah Ijen ist keine glühende Lava, sondern brennendes Gas: Aus Rissen im Vulkan strömt schwefelhaltiges Gas mit bis zu 600 °C, entzündet sich an der sauerstoffreichen Luft und lodert elektrisch-blau – in Flammen bis zu fünf Meter Höhe. Sichtbar ist das nur in völliger Dunkelheit. Und mitten im Krater liegt zugleich der…
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Wasserhose: Wie über dem Meer ein Tornado aus Wasser entsteht
Über dem Meer wächst manchmal binnen Minuten ein grauer, sich drehender Schlauch von einer Wolke hinunter bis zur Wasseroberfläche. Das ist eine Wasserhose — nichts anderes als ein Tornado über Wasser. Sie bildet sich, wenn kalte Luft über warmes Wasser zieht, feuchte Luft rasch aufsteigt und bodennahe Winde aus verschiedenen Richtungen einen Wirbel formen, den…
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Singende Dünen: Warum ganze Sandberge brummen
Steht man an der richtigen Düne und rutscht ein Stück Sand den Hang hinunter, beginnt der ganze Berg zu dröhnen – ein tiefes, orgelartiges Brummen, das minutenlang anhält und kilometerweit trägt. Singende Dünen entstehen, wenn trockene, gleichförmige Sandkörner bei einer Lawine gemeinsam ins Rutschen kommen und ihre winzigen Stöße sich zu einem einzigen tiefen Ton…
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Mondregenbogen: Der Regenbogen, der nachts erscheint
Ein Regenbogen mitten in der Nacht klingt wie ein Fehler in der Natur – und ist doch echt. Ein Mondregenbogen, englisch moonbow, entsteht nach genau demselben Rezept wie sein Zwilling am Tag: nur fällt hier Mondlicht statt Sonnenlicht durch fallende Wassertropfen. Weil der Vollmond rund 470.000-mal schwächer leuchtet als die Sonne, sieht das Auge meist…
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Haareis: Wie ein Pilz seidige Eishaare wachsen lässt
Auf einem morschen Ast im Winterwald sitzt ein Büschel schneeweißer Fäden, fein wie gesponnener Zucker. Das ist Haareis – und es wächst nur, wenn ein bestimmter Pilz im toten Holz mitarbeitet. Ohne ihn bildet dasselbe Wasser bloß eine formlose Eiskruste. Der Pilz dagegen formt die Wassereisfäden zu seidigen Haaren von kaum einem hundertstel Millimeter Dicke,…
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Hessdalen-Lichter erklärt: Norwegens rätselhafte Leuchtkugeln
Über dem Hessdalen-Tal in Mittelnorwegen tauchen seit den 1930er-Jahren leuchtende Kugeln auf – lautlos, mal nur Sekunden lang, mal eine Stunde bewegungslos in der Luft. Die Hessdalen-Lichter erklärt die Forschung heute am ehesten als natürliches Plasma, das im Tal selbst entsteht: geladene Teilchen aus Radon-Zerfall, Staub und eine ungewöhnliche Geologie. Restlos gelöst ist der Fall…
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Morning-Glory-Wolke: Australiens rollende Wolkenwalze
Über dem Golf von Carpentaria im Norden Australiens schiebt sich an manchen Frühlingsmorgen ein Gebilde über den Himmel, das aussieht wie eine bis zu 1.000 Kilometer lange, rollende Walze aus Wolke. Ihr Name: Morning Glory. Sie entsteht durch eine Welle in den unteren Luftschichten – einen sogenannten Schwerewellen-Bore – und ist der einzige Wolkentyp der…
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Wandernde Steine im Death Valley: Das Rätsel ist gelöst
Wandernde Steine im Death Valley schieben sich ohne fremdes Zutun über einen ausgetrockneten Seeboden und ziehen dabei meterlange Rillen durch den rissigen Lehm. Schuld ist weder ein Sturm noch Magnetismus: Nachtfrost lässt auf einer flachen Regenlache hauchdünnes Eis entstehen, das am Vormittag in Schollen bricht — und schon eine milde Brise drückt diese Platten samt…
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Catatumbo-Gewitter am Maracaibo-See: Blitze fast jede Nacht
Bis zu 28 Blitze pro Minute, neun Stunden am Stück, Nacht für Nacht: Über der Mündung des Río Catatumbo in den Maracaibo-See in Venezuela entlädt sich das beständigste Gewitter der Erde. Das Catatumbo-Gewitter am Maracaibo-See kommt auf rund 250 Blitze pro Quadratkilometer und Jahr — die höchste Blitzdichte, die Satelliten irgendwo auf diesem Planeten gemessen…









